Hilfe! Kunst oder Reklame für die Tanzschule Bobby Linden?

Schrittfolgen mit Fußabdrücken aus Neonröhren unter der Brücke am Bergbaumuseum? Die neueste Reklame für die Tanzschule Bobby Linden? Aber die heißt doch jetzt Aki Brand und liegt an der Brücke Kortumstraße und nicht am Bergbaumuseum. Ver(w)irrte Bochumer fragen sich, was soll das?

bochumstepbaehGanz einfach: Die Lichtinstallation ist ein Meilenstein im Stadtverschönerungs-Programm von Stadtbaurat Kratzsch: Denn der von der Stadt beauftragte Künstler hat für diese Brücke zu dem Steigerlied einen hippen Tanz, den BochumStep, dazu kreiert, wie das heute im Musik-Biz so üblich ist und hat dann die Tanzschrittfolgen als Neonlampen unter die Brücke tackern lassen. Weiterlesen

Unbekannt Stadträtin legt Amt nieder

Die Verantwortung ist für mich zu einer Last geworden und daher gebe ich hiermit bekannt, dass ich mein Amt als Stadträtin nunmehr zum neuen Jahr aufgebe. Ich gebe zu, ich habe die Aufgaben als Stadträtin unterschätzt. In der aktuellen Haushaltslage bedarf es Kenntnisse über Finanzen und Wirtschaft, die ich nicht besitze. 1,6 Mrd. Schulden drücken die Stadt und täglich werden es mehr. Diese Entwicklung macht mir Angst.

silhouetteIch besitze keine Kenntnisse hinsichtlich volkswirtschaftlicher Zusammenhänge, ich kann nicht beurteilen, ob Pensionsrückstellungen für städtische Mitarbeiter erforderlich sind und dafür notwendige Rückstellungen nicht bereits vor Jahren hätten gebildet werden müssen.

Ich weiß nicht, wie die Kosten für die Instandhaltung und die Abschreibungen für das Musikzentrum zu bilanzieren sind und wie hierfür von der Stadt Geldmittel im Haushalt ausgewiesen werden müssen. Ich habe keinerlei Ahnung wie viel die Jahrhunderthalle die nächsten Jahre und Jahrzehnte die Stadtkasse belasten wird. Weiterlesen

Die Herausforderung für die zukünftige Bochumer Lokalpolitik

In den nächsten 10 Jahren nimmt die Wohnbevölkerung in Bochum um auch im Ruhrgebiet rekordverdächtige 8,5% ab und gleichzeitig gibt es in der Stadt nicht genug Wohnungen, die für Studenten passend sind. Weil nachgefragter Wohnraum für die Studenten in Bochum zu teuer oder nicht adäquat ist, pendeln viele Studenten lieber von ihrem Wohnort nach Bochum als hier zu leben. Statt 800-1.000 Euro Schlüsselzuweisung pro Einwohner mit Hauptwohnsitz in Bochum, erhält Bochum für die studentischen Pendler keinen Cent, obwohl diese die örtlichen die Straßen zu den Hochschulen bei der An- und Abeise verstopfen.

800px-AudimaxRUBDer Stadtrat hat auch diese Entwicklung komplett verschlafen. Hilfs- und Ahnungslosigkeit regiert die Stadt. Irgendwelche Bemühungen, um Studenten in die Stadt zu locken, damit diese hier wohnen statt zu pendeln – Fehlanzeige. Studenten, die Bochum als Zweitwohnsitz wählen, werden dagegen mit der Zweitwohnungssteuer ausgenommen. Als kurzfristige Melkkuh scheinen die Studenten den Lokalpolitikern gerade gut, ihr Potential als langfristige Einwohner wird (bewusst?) verkannt. Weiterlesen

Was folgt auf Opel? – Ein Science-Center?

Der Tod auf Raten endet 2016. Die nächsten Opfer des Mismanagement bei Opel werden die allermeisten der letzten 3.700 aktuell noch am Standort Bochum beschäftigten Mitarbeiter sein. Das ist tragisch für alle Betroffenen, die Schließung zeichnete sich lange ab und ist nicht mehr zu verhindern. Die Planung für die Zukunft an den Opel-Standorten wird also heute beginnen. Direkt auf die Schließung der Werkstore müssen die ersten Schritte in Richtung Zukunft auf den Werksgeländen erfolgen. Nur wenn dies gelingt, werden die Friktionen für Bochum erträglich bleiben.

Die hoch automatisierte Automobilproduktion bei Opel steht für Technologie und Wissen, die Standorte der drei Werke stehen auf den Geländen früherer Zechen, seit Jahrzehnten werden diese Bochumer Orte also geprägt durch Technik und Technologie. Es bietet sich also an, diese Tradition an dieser Stelle fortzuführen. Die Ansiedlung von privaten Einrichtungen von Wissenschaft und Bildung könnte daher ein Ziel sein. Doch dazu wäre es förderlich, wenn die Stadt und das Ruhrgebiet ein deutliches Signal setzen, dass sie diese Entwicklung anstrebt und unterstützt.

Das Zeichen könnte die Einrichtung eines Science-Center sein, einer permanenten multimedialen technischen und naturwissenschaftlichen Ausstellung sein. Ein solches Science-Center oder Exploratorium verfolgt das Ziel, den Besuchern durch eigenständiges und spielerisches Experimentieren technische und naturwissenschaftliche Zusammenhänge und Phänomene aus den Bereichen der Naturwissenschaften und/oder Technik nahe zu bringen. Sinnvoll ergänzt werden solche Ausstellung regelmäßig durch Exponate, die die historische Entwicklung der Technik dokumentieren oder zukünftige technische Entwicklungen und Visionen visualisieren. Weiterlesen

Keine Sause ohne Stadtwerke

Was bisher nur vermutet wurde, ist jetzt Gewissheit: Bei den Stadtwerken ging es offensichtlich zu wie in einem Selbstbedienungsladen. Geld bekam fast jeder Klüngelbruder, einzige Bedingungen, es musste für Promis sein und, oder der SPD nutzen.

10.000 Euro Vorschuss gab’s für Hellen von Stadtwerkechef Wilmert 2008 für die Spende(!) von Mario Adorf. Als Adorf nicht kommen konnte, wurde großzügig auf eine Rückzahlungsforderung verzichtet. So wurde aus dem Vorschuss für Hellen ein Stadtwerke-Honorarbonus, von dem nichts zurück zu zahlen war, solange es keinem auffiel.

25.000 gab’s für Steinbrück. Sonst lag das übliche Honorar des Kanzlerkandidaten zwar bei nur 15.000 aber Wilmert ließ großzügig 10.000 für den Parteispezi als Sondervergütung durch die Stadtwerke der Pleitestadt Bochum oben drauf legen. Wer hat, der hat.

Für 50.000 Euro pro Jahr verschaffte Wilmert Hellen schnell noch einen nett dotierten Beraterjob, damit dieser die Stadtwerke berät, welche Promis am besten zu Stadtwerken und Stadt passen. Da ist einiges zu erwarten. Vielleicht sollte für 25.000 Euro mal der Papst zu den Stadtwerken kommen, damit er den örtlichen Filzgrößen die Beichte abnimmt? Da möchte vielleicht mancher Mal sein Gewissen erleichtern. Weiterlesen

Wird die Abwahl von OB Ottilie Scholz schon geplant?

Eigentlich stellt sich nur noch die Frage, tritt die Oberbürgermeisterin Scholz von sich aus zurück oder müssen die Bürger erst ein Abwahlbegehren initiieren. Die Kommentare der Bürger in den Medien zeigen, sie haben die OB und die regierende Filz-und-Klüngel-Riege satt. Die klammen Ausreden der OB, warum sich die Stadtwerke-Affäre nicht aufklären lässt und es angeblich keinen Schuldigen gibt, nerven die meisten Menschen in der Stadt nur noch.

Kaum einer, der nicht fordert, dass die Oberbürgermeisterin, die tief in die rote Gefälligkeitswirtschaft verstrickt ist, endlich abgewählt wird. Die Oberbürgermeisterin, die jede bürgerliche Mitbestimmung seit Jahren mit Füßen tritt, man erinnere sich an ihr Verhalten beim Cross-Border-Leasing und jetzt das Theater um das Bürgerbegehren Musikzentrum, wollen die Bochumer Bürger nicht mehr.

In der Stadtwerke-Affäre zeigt sich die starrsinnige Handlungsunwilligkeit der OB. „Der Aufsichtsrat sei kein Aufklärungsorgan“, redet sich Scholz heraus, um zu beschönigen, warum sie bis zuletzt verhindert hat, dass dort der Hauptprotagonist Sascha Hellen angehört wird. Auch sei die Aussage der Stadtwerke die Atrium-Talker erhielten kein Geld, es werde statt dessen eine Stiftung oder karitative Einrichtung bedacht, laut Scholz keine Lüge gewesen nur eine falsche Formulierung. Solche Art Verbalakrobatik lässt erkennen, dass Scholz auch nicht davor zurück schreckt die Bürger öffentlich für dumm zu verkaufen. Weiterlesen

Elendes Possenspiel bei den Stadtwerken nimmt kein Ende

Jetzt erhärtet sich der Verdacht, bei den Stadtwerken hat man Sascha Hellen Honorar-Vorschüsse für Promis überwiesen, nur weil Hellen behauptet hat, diese mit den Promis vereinbart zu haben. Problem: Hellens Behauptung entsprach wohl nicht den Tatsachen. So geschehen zumindest bei Mario Adorf und Richard von Weizsäcker. Auch haben die Stadtwerke beim geplanten Adorf-Talk den Vorschuss nicht zurückgefordert, nachdem Adorf krankheitsbedingt gar nicht im Atrium getalkt hatte, so dass Hellen die 10.000 Euro einfach behalten konnte.

Wie muss man sich das genau vorstellen?
Sascha Hellen verpflichtet einen Promi. Die Stadtwerke zahlen 10.000 Euro an Hellen, weil dieser behauptet, er hätte mit den Promis einen entsprechenden Vorschuss vereinbart. Tatsächlich behält er aber zunächst das Geld und leitet es nicht weiter. Das Honorar floss an die Promis erst nach dem Talk, und auch erst dann, wenn es wie bei Weizsäcker und Steinbrück angemahnt wurde, im Fall Weizsäcker sogar erst als ein Anwalt deutlich wurde. Als ein Promi nicht bei den Stadtwerken talken kann, weil er krank ist, fordern die Stadtwerke nicht etwa den Vorschuss von Hellen zurück, sondern überlassen ihm das Geld einfach, quasi als „Extra-Honorar“.

Hellens Anwalt behauptet, sein Mandant hätte mit Adorf einen Honorarvorschuss von den gezahlten 10.000 plus MWSt. Euro vereinbart, daher hätte Hellen den Honorarvorschuss von den Stadtwerken verlangt. Warum auch sonst sollten sich die Stadtwerke in der Verpflichtung gesehen haben Hellen 10.000 Euro für Adorf vorab zu überweisen? Weiterlesen