Unsere Mitbewohner werden „entführt“!

Ein langjähriger Bewohner wird kaum bekleidet aus dem Antoniusstift geleitet, er weint, verzweifelt klammert sich an die Pfleger und Betreuer des Heimes. Immer wieder bricht es aus ihm heraus „Ich will hier nicht weg.“ So schildern die Mitarbeiter die dramatischen Situationen, die sich aktuell im Stift abspielen.

beiratOhne Abschied nehmen zu können, werden demenzkranke, verängstigte Mitbürger aus ihrer gewohnten Umgebung gerissen und in andere Heime transportiert. Die Bewohner selbst sprechen immer wieder davon, dass ihre Mitbewohner „entführt“ werden.

Die Würde des Menschen ist unantastbar. Doch was hier geschieht ist menschenverachtend. Mitarbeiter sind am Ende, die Nerven liegen blank, manche können ihre Tränen kaum unterdrücken. Diejenigen, für die sie sorgen wollen, werden gegen ihren Willen abgeholt und sie können ihnen nicht helfen. Weiterlesen

Schluss mit dem Sponsoring bei Sparkasse und Stadtwerken

Ein Unding: Stadtwerke und Sparkasse geben nicht etwa 9,5 Mio. des Geldes ihrer Kunden dafür aus, um eigene Kommunikations- und Marketingziele zu verfolgen, sondern mit dem eigentlichen Ziel, das Image der Stadt Bochum aufzupolieren. So stellt es auch Axel Schäfer, SPD, Bochumer MdB in seiner Mahnung an die Stadtpolitiker im Aufsichtsrat der Stadtwerke dar, das hohe Niveau des Sportsponsorings zu erhalten.

Baeh070Sponsoring, darunter versteht man eigentlich die Förderung von Personen, Organisationen oder Veranstaltungen durch ein kommerziell orientiertes Unternehmen, mit der Erwartung, eine die eigenen Kommunikations- und Marketingziele unterstützende Gegenleistung zu erhalten.

Eigentlich sollte also für Werbemaßnahmen derjenige aufkommen, dessen Image aufpoliert werden soll, somit die Stadt selbst. Daher sollte das Geld für Imagemaßnahmen aus dem städtischen Haushalt selbst kommen und nicht von den städtischen Unternehmenstöchtern. Würde man dieser Logik folgen, würden die von den Bürgern gewählten Vertreter im Rat entscheiden, wie hoch die Ausgaben der Stadt für Imagemaßnahmen sein sollen und welche Projekte oder Organisationen zur Imageförderung sinnvoller Weise unterstützt werden sollen. Weiterlesen

Eine Pop-Akademie ohne Substanz

Mal wieder werden in Bochum tausende Euro in heiße Luft investiert. Für sagenhafte 8 Studenten pro Semester will man mit einer Anschubfinanzierung des Landes NRW von knapp 150.000 Euro eine Pop-Akademie aufbauen. Die Stadt soll über 6 Jahre durch mietfreie Überlassung der Räumlichkeiten nochmals 50.000 jedes Jahr Euro beisteuern, also insgesamt zusätzliche 250 – 300.000 Euro.

400px-Peter_maffay_hamm_2011Wie die Finanzierung des eigentlichen Betriebs der Akademie von Land und Stadt gestemmt werden soll, ist nicht bekannt. Rechnet man das Jahresbudget der Popakademie Mannheim (2.715 Mio. für 250 Studenten) auf die 32 Studenten in Bochum um, wird die Akademie etwa 350.000 Euro pro Jahr verschlingen. Welchen Anteil davon die Stadt tragen soll, darüber schweigt sich der Beschluss des Rates zur Gründung der Akademie jedoch aus. Wie die Folgekosten der Akademie finanziert werden sollen, hat auch leider keiner der Ratsmitglieder nachgefragt.

Zu befürchten ist, dass es so wie in Mannheim laufen wird. Dort betrug der Beitrag der Stadt zur dortigen Pop-Akademie anfangs 300.000, jetzt sind es schon 615.000 Euro pro Jahr. Besteht die Akademie erstmal, wird die weitere Kostenübernahme dadurch gerechtfertigt werden, dass sie zur Existenzsicherung des Projektes alternativlos ist. Weiterlesen