Was lernt Bochum aus dem Unwetter vom 20.06.13?

Parkhaus Exzenterhaus geflutet, Wasserfälle ergießen sich über die Rolltreppen der U35-Haltestelle Oskar-Hoffmann-Straße, Seeenlandschaften entstehen in Minuten auf diversen Kreuzungen in Harpen, Werne und Langendreer. Das Unwetter vom 20.06.13 hat gezeigt, für Extremsituationen, die sich vermutlich in Zukunft häufen werden, ist das Bochumer Abwassersystem nicht ausgelegt.

unwetterIn der Politik wird die Forderung laut, das Abwassernetz so auszubauen, dass es auch mit den Wassermassen in solchen Ausnahmesituationen fertig wird. Größer dimensionierte Rohre und mehr Regenwasserbecken sollen die Lösung sein.

Tatsache ist, bei dem Abwassernetz der Stadt gibt es bereits seit Jahrzehnten einen ungebremst zunehmenden Sanierungsstau. Die Politik hat es systematisch versäumt für diese Aufgabe die erforderlichen Mittel zur Instandhaltung bereit zu stellen. Die eigentlich maroden Rohre werden nicht rechtzeitig repariert, sondern verfallen weiter, wodurch die Schäden weiter zunehmen und die Kosten letztlich explodieren. Hier gilt für das Abwassersystem nichts anderes als für das Straßennetz, die Brücken, Schulen und andere städtische Gebäude.

Abstimmung bei bo-stimmt-ab: Muss die Sanierung des Kanalnetzes voran getrieben werden? Weiterlesen

Alarm am Büromarkt – Bochumer Wirtschaftsförderung hilflos

Das Exzenterhaus ist nur auf den obersten 4 Etage vermietet, weitere 11 Etagen warten auf Mieter*. Das Jahrhunderthaus am Eingang zum Westpark ist nur zu einem Bruchteil vermietet. Das Krupp-Hochhaus sucht schon seit Jahren Mieter. Am Biomedizinpark hat sich bis heute kein einziges Biomedizinunternehmen angesiedelt, weite Flächen stehen bereits seit Jahren leer. Für die Investitionsfläche seven-stones an der Universitätsstraße findet sich ebenfalls kein Investor. Größte Investitionsruinie ist die Stadtbadgalerie. Der Name ist ein Witz, Stadtbad und Galerie sind längst tot, die Büroflächen sind von Leerstand geprägt. Hier soll jetzt die RUB einziehen.

krupp hochhausGleichwohl sind weitere Projekte geplant, am Bahnhof soll ein Stadttower entstehen, entlang der Alleestraße und der Gahlenschen Straße sollen am Rand des Westparks im großen Stil Bürogebäude hochgezogen werden und auch am City-Tor-Süd und auf den Flächen von Telekom und heutiger Justiz sollen Dienstleistung angesiedelt werden. Es fragt sich, für wen?

Gleichzeitig macht der Büromarktbericht der Stadt für Bochum noch ein weiteres Problem aus: „Insbesondere für ältere Immobilien mit hohen Nebenkosten lassen sich oftmals nur schwierig Nachmieter finden.“

Entsprechend wurde z.B. an der Brückstraße ein Bürogebäude nach jahrelangem Leerstand aufwendig und erfolgreich zu einer Seniorenresidenz umgebaut. Weiterlesen

Nach Opel – Bochum als Standort einer Online-Universität, die Studierende in aller Welt unterrichtet?

Opel geht. Was kommt? Ideen sind gefragt. Der Aufbau einer Online-Universität, ein Trend aus den USA, könnte auch für den Bildungsstandort Bochum ein Stück Zukunft sein.

Math_lecture_at_TKKStudieren via Internet an einer Universität, die Vorlesungen im Internet für Studierende in aller Welt anbieten. Vorlesungen auf Youtube oder via Skype. Die Materialien zu den Kursen sind online in deutsch, englisch, spanisch und anderen Sprachen verfügbar. Studierende tauschen sich in Lerngruppen via Skype grenzenlos über den ganzen Globus aus.

Universitäten wie Harvard und Stanford haben das Potential bereits erkannt. Mit 60 Millionen Dollar Startkapital hat das Massachusetts Institute of Technology (MIT) zusammen mit anderen renommierten Hochschulen gerade eine Online-Universität (EDX) gegründet. Schon seit Jahren bietet das MIT online Materialien in sechs Sprachen für über 2000 Kurse an. In Kalifornien wurde gerade mit 15 Mio. Dollar das Bildungs-Startup Udacity aufgebaut. Weiterlesen

Wegen Zahngold-Skandal jetzt Vulkaneinäscherung?

Bäh – Die Stadt Bochum bereichert sich am Zahngold und anderen Edelmetallen der Verstorbenen. Viele Bürger sind nicht bereit, das länger hinzunehmen. Auch nach dem Tod, wollen die Menschen solch städtischer Willkür nicht mehr ausgesetzt sein.

800px-Siegen_Monte_SchlackoManche befürchten, dass längst aus den Grabgestecken der Verstorbenen der Blumenschmuck in den Bürgermeisterbüros bestückt wird. Die immer häufiger als Tischschmuck auf den städtischen Tafeln vorzufindenden Kränze, lassen einen furchtbaren Verdacht aufkommen.

Erst kürzlich kam das Gerücht auf, anstatt der auf dem Platz des europäischen Erbrechens vorgesehenen 24 Namensplatten aus armenischem Granit, sollten dort die Grabsteine der Verstorbenen verbaut werden. Das wäre praktisch, die nötigen Gravuren sind auf den Steinen ja schon vorhanden, die Namen der Bürger auf den Platten schon drauf. Ein europäisches Versprechen können die Bochumer Bürger dem lieben Herrgott auch im Himmel geben. Die teure Beschaffung der Platten aus dem fernen Armenien jedenfalls entfiele, so wohl das Kalkül einiger Stadtoberen. Weiterlesen