Viktoriastraße in neuem Glanz?

Jetzt wo das „Musikzentrum“ kommen soll, will die Stadtverwaltung auch die Viktoriastraße in neuem Glanz erstrahlen lassen. Obwohl es andere Straßen in Bochum wohl deutlich nötiger haben, will man die Straße zwischen Schauspielhaus und Südring gänzlich neu bauen. Was u.a. zur Folge hat, dass nach dem Platanenmassaker für das „Musikzentrum“ weitere 29 Bäume beseitigt werden sollen.

viktoriastraßeHinzu kommt, die von der Stadt bisher vorgelegten Planungen sind leider ernüchternd. Sie können die besonderen Anforderungen, die die Viktoriastraße an die Planungen stellt, nicht ansatzweise erfüllen. Optisch ist das Ergebnis der Planungen nicht mehr als uninspirierte Dutzendware.

2008 noch wollte man den Straßenabschnitt für das Kulturhauptstadtjahr besonders gestalten (Ergebnisse Workshop). Damals sollten die Bäume angestrichen und das ganze Ensembel besonders beleuchtet werden. Jetzt sollen die Bäume weg und einer 08/15-Gestaltung weichen, wie man sie in Frankfurt-Süd, Bitterfeld, Bielefeld und hundert weiteren Städten schon in den 90ern gebaut hat.

Wenn die Straße eine neue Gestaltung erhalten soll, dann sollte man sich bewusst sein, dass dieses Einfallstor in die Stadt ein sensibler Bereich ist. Weiterlesen

Bochums Straßen verkommen – Rat verweigert Geld für notwendige Reparaturen

Schlaglöcher, aufgebrochene Gehwege, fehlendes Kopfsteinpflaster, notdürftig geflickte Teerdecken – in Bochum weniger die Ausnahme als der Normalzustand. Mindestens 12 Mio. müssten nach Angaben der Stadt jährlich eigentlich für die Reparatur der Bochumer Straßen aufgewendet werden. Tatsächlich stellen Rat und Verwaltung nur 2 Mio. bereit. Das Ergebnis ist verheerend. Der Zustand vieler Straßen erinnert an die Verhältnisse in der Spätzeit der DDR. Straßen und Bürgersteige geben an vielen Ecken der Stadt ein völlig heruntergekommenes Bild ab.

8368088137_a73f4da93c_cMit 25 Mio. gibt die Stadt sogar den jährlichen Wertverlust bei den Straßen an. Dieser Betrag müsste also jedes Jahr investiert werden, um nicht nur die Substanz, sondern auch den Wert der Infrastruktur der Verkehrswege zu erhalten. Sage und Schreibe 23 Mio. gibt die Stadt jedes Jahr somit zu wenig für Straßen aus. Der Sanierungsstau allein für die Straßen, wächst damit in 10 Jahren auf die gigantische Summe von weiteren 230 Mio. Euro. Weiterlesen

175 Jahre Sparkasse – Voten bis der Arzt kommt

1.750 Euro will die Sparkasse ausschütten für die 50 beliebtesten Sport-Projekte, so berichtete es der Jupp Tenhagen (2. Beisitzer) bei uns auffe Vorstandssitzung. Das sind wir natürlich dabei. Der ganze TUS Grün-rot-schwarz-weiß-lila Grumme Südsüdwest, war wochenlang beschäftigt sich ein Projekt auszudenken, was wohl ne Chance hätte auf einen der ersten 50 Plätze zu kommen, beim Voting vonne Bochumer Bürgers. Karl-Heinz schlug vor 58 Eckfahnen zu kaufen, dann hätten wir davon für die nächsten 20 Jahre genug. Dat fand aber keine Mehrheit. Auch Bier und Schnaps fürs nächste Clubfest wurde knapp abgelehnt. Lange wurde noch Emmas Krawlinskis Vorschlag diskutiert, ein Benefizspiel mit de SPD-Prominenz zu organisieren, damit unsere erste denen ma so richtig die Bude voll macht. Doch Serbo Holski unser 2. (Vorsitzender) war, dagegen weil er doch der Schwippschwager vom Eiskirch ist.

sparkasseAm Schluss haben wir uns für dat Projekt „Jedem Kind sein Fussball“ entschieden. Jedet Kind im Verein soll einen Fussball bekommen. Damit kann in der guten Stube Vatter, Opa und die ganze Familie weggedribbelt werden. Fussi auf engstem Raum, dat schult. Präzise Flanke auf Opas Pläte, der die Pille gekonnt auf den neuen Plasma köpft. So hat auch mal der Goretzka, der olle Überläufer, angefangen.

Ne Haftpflichtversicherung sollte et gleich mit dabei geben. Denn wenn der Fußball mal ganz aus Versehen die Geige von „Jedem Kind ein Instrument“ trifft, dann wird et nicht so teuer.

Viele im Verein fuhren jetzt ne Doppelstrategie. Dat angemeldete Projekt bei de Sparkasse unterstützen, gleichzeitig Konten beie Sparkasse kündigen, weil die ja letztes Jahr die Kontoführungsgebühren so kräftig angehoben hatten. Ehrlich, da hatte ich bei meine Kündigung etwas Gewissenbisse, schließlich musste die Kasse ja die Gebühren erhöhen, auch um sich den schönen Wettbewerb leisten zu können. Weiterlesen