Wie teuer wird der Kauf der Opel-Flächen für Bochum werden?

Während das Gezerre bei Opel zwischen Unternehmen und Arbeitnehmern weiter geht, scheint auch die Gesellschaft, die für neue Firmenansiedlungen auf den frei werdenden Werksflächen von Opel sorgen soll, nicht recht voran zu kommen.

opelIIEigentlich sollten gemäß Beschluss des Rates bereits erste Ergebnisse zu den auf den Flächen befindlichen Altlasten vorliegen. Eine diesbezügliche Veröffentlichung lässt jedoch weiter auf sich warten (Vorlage 20131569).

Weiterhin völlig offen ist daher auch, zu welchem Preis Opel die Flächen an die Entwicklungsgesellschaft (Bochum Perspektive 2022) bzw. die Stadt verkaufen will. Dass Opel der Stadt die Flächen schenken will, wie von den Ruhrnachrichten verbreitet, entbehrt jedenfalls jeder Grundlage (RN vom 16.07.13).

In Ihrem Schreiben vom 11.07.13 erklärt Opel etwas ganz anderes: Die Übertragung der Flächen soll zu einem zu ermittelnden Marktwert erfolgen, der die Restriktionen in Zusammenhang mit der Entwicklungsaufgabe berücksichtigt (Opel Schreiben vom 11.07.2013). Weiterlesen

SPD vernichtet Tafelsilber – RWE-Aktien wertlos

Die RWE halbiert ihre Dividende. Eine Horrormeldung für jede Stadt, die wie Bochum, RWE-Aktien in großem Stil hält und pleite ist.

rwe-logoJetzt ist der Zeitpunkt erreicht. Die 6.600.000 RWE-Aktien der Stadt sind de facto nichts mehr wert. Dem aktuellen Wert der Aktien von 20-25 Euro pro Stück, also insgesamt 132-165 Mio. stehen Kredite in Höhe von fast 140 Mio. gegenüber (Bilanz FHE), mit denen der Aktienkauf einst finanziert wurde. Der Dividende von jetzt nur noch 1 Euro pro Aktie, also pro Jahr 6,6 Mio. stehen ebenfalls Kreditzinsen und –kosten in gleicher Höhe gegenüber. Die Aktien sind somit für die Stadt wertlos geworden als Tafelsilber haben sie jeden Wert verloren.

2006/07 schlugen kluge Köpfe vor, die Aktien bei einem Kurs von knapp 90 Euro (Höchststand im Dezember 2008 sogar 102,20 Euro) zu verkaufen. Da hätte Bochum einen Bruttogewinn von 450 Mio. erzielen können und die städtischen Schulden auf einen Schlag um mindestens ein Drittel reduzieren können. Jetzt ist absehbar, dass man in einigen Jahren wohl noch drauf zahlen wird, wenn die Dividende weiter sinkt oder die Kreditzinsen wieder steigen. Letzteres ist langfristig als sicher anzunehmen. Dann könnten einer Dividende von 6,6 Mio. Euro plötzlich Kreditkosten in Höhe von 20 Mio. oder noch deutlich mehr gegenüber stehen, denn der aktuelle Kreditzins von einem halben Prozent dürfte als einmalig historisch günstig zu bezeichnen sein. Weiterlesen