Realität holt städtische Planungen zur Nutzung der Opel-Werksflächen ein

Es wird teuer und es wird dauern. 130 Mio. sollen allein die Sanierung und Erschließung der Flächen des Opel-Werkes I mindestens kosten, so die jetzt vorliegende Machbarkeitsstudie (Anlage 3). Das Werk I macht aber nicht mal die Hälfte der Gesamtflächen aller drei Werke aus. Auch gehen die jetzigen Planungen davon aus, dass von 160 ha nur 76 ha weiter genutzt werden. Die restlichen Flächen sollen in Grünflächen umgewandelt werden. Auf diese Weise kann man den Sanierungs- und Erschließungsaufwand für diese Flächen entsprechend gering halten.

altlastenJedoch stehen die durchgeführten Altlastenuntersuchungen erst ganz am Anfang und so wurde bisher nur eine grobe Kalkulation orientiert an einer ersten Gefährdungsabschätzung erstellt. So kommen die vorliegenden Untersuchungen zu dem Schluss, die nachgewiesenen Bodenverunreinigungen sind durch Detailuntersuchungen weiter einzugrenzen. Eine zusammenhängende Bewertung der Grundwassersituation liegt bisher nicht vor. Außerhalb der bekannten Verdachtsflächen liegen bisher nur stichpunktartige Untersuchungen vor. Für eine abfallrechtliche Einstufung der vorhandenen Auffüllungen sind noch flächendeckende Untersuchungen erforderlich.

Entsprechend befürchtet nicht nur die WAZ, die Kosten für die Flächen könnten noch explodieren (WAZ vom 24.01.14). Realistisch dürften die Kosten für Sanierung und Erschließung am Ende für alle 3 Werke bei 300 bis 500 Mio. liegen (Wie teuer wird der Kauf der Opel-Flächen für Bochum werden), außer man entscheidet sich die gesamte Fläche in einen Stadtpark umzuwandeln. Weiterlesen

Energie der Zukunft – Heiße Luft in der Bochumer Lokalpolitik soll energetisch genutzt werden

Manche Bürger sind der Meinung, die heiße Luft, die in der Bochumer Lokalpolitik erzeugt wird, hätte das Potential, die ganze Stadt umweltfreundlich zu beheizen. So könne ein wertvoller Beitrag zur Rettung des Klimas geleistet werden. Ob die angebotenen technischen Lösungen wie der Energietransformator_hotair_1.0 (siehe Bild links) bereits ausgereift sind, wird jedoch erst die Zukunft zeigen.

Ziel muss es sein, die verbreitete heiße Luft energetisch nutzbar zu machen, denn heiße Luft steht in Bochum im Überfluss zur Verfügung: So verkündet die Oberbürgermeisterin zu Silvester unter der Überschrift „Unsere Stadt hat Zukunft!“, auch im letzten Jahr hätte sich eine „Menge Erfreuliches“ getan, so verfüge unsere Stadt auch dieses Jahr über einen genehmigten Haushalt. Eine Selbstverständlichkeit wird mit viel heißer Luft zu einer herausragende lokalpolitischen Leistung aufgeföhnt. In ähnlicher Weise könnten die Bürger der Stadt stolz verkünden, bei ihnen zu Hause werde es auch in diesem Jahr fließend Wasser geben!

Weiter verkündet die Oberbürgermeisterin, das Opel Projekt Perspektive 2022 komme gut voran. Stolz hat die Stadt bereits verkündet herausragende Persönlichkeiten werden die Bochum Perspektive 2022 unterstützen, kreative und belastbare Zukunftskonzepte für Bochum zu entwickeln. Erstes Ergebnis dieser Zusammenarbeit hochkarätiger Personen des öffentlichen Lebens sind die Leitlinien für die Entwicklung der Opelflächen. „Ein weit gedachtes und langfristiges Gesamtkonzept mit großer Strahlkraft und Vernetzung mit Stadt und Region aufzustellen“, soll demnach der nächste Schritt sein. Weiter heißt es „Die bestmöglichen Nutzungsoptionen sind aus den Begabungen der Flächen heraus und ihrer Bedeutung sowohl aus Bochumer und nachbarstädtischer als auch regionaler und nationaler Sicht heraus zu entwickeln.“ Angesichts dessen, dass für die Formulierung dieses nichts sagenden Allgemeinplatzes ein zweitägiger Workshop erforderlich war, erstaunt seine völlige Belanglosigkeit. Weiterlesen

Bochumer Innenstadt und Ruhrpark könnte bald eine Seilbahn verbinden

2016, Innenstadt und Ruhrpark haben eine gemeinsame Werbeoffensive gestartet. „Bochum – zwei Zentren, ein starke Einkaufstadt im Herz des Ruhrgebietes“. Innenstadt und Ruhrpark sind seit kurzem enger zusammen gerückt und direkt miteinander verbunden. Wer in der Innenstadt überlegt seinen Einkaufbummel noch etwas im Ruhrpark zu erweitern, steigt am Kurt-Schumacher in eine visionäre Luftseilbahn und schwebt in 10 bis 15 Minuten stressfrei mitten in den Ruhrpark (Karte Linienführung). „Die Einkaufstour wird durch eine beeindruckende Schwebefahrt, auf der sich einmalige Blicke über ganz Bochum und das Ruhrgebiet erleben lassen, zu einem einzigartigen Erlebnis“, so könnte es Bochum Marketing anpreisen.

Expo2000_seilbahn1Vom Bahnhofs-Vorplatz steigt die Gondel steil auf, links unter sich das Terminal, daneben ragen die Bochumer Zwillingstürme auf, dann geht es in 40m Höhe über die Bahnlinie vorbei am neuen Justizzentrum hindurch zwischen Kortumpark und Blumenfriedhof weiter Richtung Osten. Linker Hand schaut man nach Kornharpen über Herne bis nach Recklinghausen, auf der rechte Seite überblickt man den Hauptfriedhof und erkennt die Ruhr-Universität am Horizont. Dann fährt man an der ehemaligen Zentraldeponie vorbei. 2060 soll die Deponie als grüner Freizeitpark der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden. Ein Highlight könnte dann eine Seilbahnhaltestelle auf dem „Gipfel“ der Deponie sein. Bis dahin biegt die Seilbahn in weitem Bogen nach Nordosten ab und schwebt über eine weite Grünfläche über die Dächer des Ruhrparks direkt neben der Fußgängerzone des Einkaufszentrums ein. Weiterlesen

Kaufleute belohnen Bochumer und Wattenscheider bei einem Einkauf in ihrem Stadtviertel – Die Bochum- und Wattenscheid-Karte

Die Bürger kaufen wieder mehr in ihrem Stadtviertel ein und beauftragen Handwerker aus ihrem Viertel oder gehen dort in ihre Kneipe oder Bar. Das ist das Ziel der Bochum- und Wattenscheid-Karte, die von der Initiative „Bochum und Wattenscheid ändern mit Herz“ entwickelt wurde. Die Karte soll die Verbundenheit der Menschen mit ihrem Stadtviertel fördern. Wer mit der Karte in seinem Stadtviertel einkauft, bei denen bedanken sich die Kaufleute für ihre Treue mit besonderen Angebote, Rabatten oder Give-aways.

bochum-karteSo werden Bochumer und Wattenscheider animiert mehr in ihrem Stadtviertel einzukaufen, dort Handwerker zu beauftragen oder Gaststätten aufzusuchen. Steigt die Nachfrage im eigenen Stadtviertel können auch wieder neue interessante Geschäfte in die Stadtteilzentren gelockt werden.

Die Karte soll helfen, den Trend zu stoppen, dass Bochumer und Wattenscheider auf Kosten der Geschäfte im Stadtteil immer mehr in Discountermärkten abseits der Wohnviertel einkaufen. Mehr Menschen sollen sich auf einen Besuch ihres Stadtteilzentrums zu Fuß oder mit dem Rad freuen, um dort die täglichen Einkäufe zu erledigen, sich mit Freunden aus dem Viertel zu treffen oder andere Dingen im Viertel zu erledigen. Das Auto bleibt öfter stehen, der Einkauf ist stressfreier, der Verkehrslärm sinkt. Die Identifikation mit dem Viertel steigt. Weiterlesen