Wahlbetrug? – Wieso merkt die Stadt erst nach der Wahl, dass 40 Mio. in der Kasse fehlen?

Die Katze ist sozusagen aus dem Busch… . Der Stadtkämmerer Busch (Die Grünen) musste knapp 48 Stunden vor der ersten Sitzung des neuen Rates einräumen, dass seine Finanzplanung nicht mehr viel wert ist und die Stadt, wenn nicht sofort massiv gespart wird, in diesem Jahr 40 Mio. mehr Schulden machen muss als geplant. Da die Stadt sich das aber nicht leisten kann, hat Busch nun die Notbremse gezogen: Haushaltssperre.

Manfred BuschBürger und Politik fragen sich, war nicht eigentlich schon lange absehbar, dass es in diesem Jahr statt zu 85 Mio. Neuverschuldung zu 125 Mio. kommen könnte? Die Erklärungsversuche des Stadtkämmerers, warum die Finanzlücke nicht vorhersehbar gewesen sei, sind jedenfalls nicht wirklich schlüssig:

Das Haushaltssicherungskonzept würde nicht greifen wie geplant, so Busch. Der geplante Personalabbau in der Verwaltung würde nicht stattfinden, stattdessen liege die Zahl der städtischen Angestellten deutlich über der von 2009. In allen Jahren von 2009-2014 hat das Personal zugenommen, nur 2010 ist es leicht zurückgegangen. Dass diese Entwicklung erst jetzt aufgefallen sein soll, macht stutzig.

Angemerkt sei, dass der ständige Verweis der Stadt, sie könne ihre Aufgaben wegen des Personalabbaus nicht nachkommen, damit ebenfalls widerlegt wurde. Tatsächlich steigt die Zahl der Verwaltungsmitarbeiter, sie sinkt nicht, wie man es bei einer Stadt die kontinuierlich Einwohner verliert (2009 bis 2014: – 16.000) eigentlich vermuten sollte. Weiterlesen

Bäume erhalten oder fällen? Wie gehen wir mit den Sturmopfern um?

sind grün, für viele Gäste sogar überraschend grün. Nur leider hat das Pfingstunwetter vielen Bäumen der Stadt schwer zugesetzt, so dass die Stadt befürchtet nun 5.000 bis 10.000 fällen zu müssen.

2014_Sturm_Bochumer_0612_001Für einige Bäume kommt jede Hilfe zu spät. Sie hat es samt Wurzel aus dem Boden gerissen. Da lässt sich dann leider nichts mehr machen. Andere Bäume sind schwer beschädigt und es stellt sich die Frage, können diese gerettet werden bzw. will die Stadt diese retten?

Unserer Stadt eilt der Ruf voraus, dass man schnell mit der Säge zur Hand ist und das Fällen von Bäumen zeit- und ggf. auch kostenintensiven Pflegemaßnahmen vorzieht. Die Bürger haben da z.B. noch die Fällaktion für das Musikzentrum und zuletzt die Kastanienfällaktion im Stadtparkviertel in schlechter Erinnerung. Dort wurden zahlreiche Kastanien aus Verkehrsicherungsgründen vorbeugend gefällt, viele der verbliebenen hat jetzt der Sturm schwer beschädigt oder sogar ganz zerstört. Diesem Sturm konnten selbst gesunde Bäume nichts entgegensetzen, wenn sie die Sturmböen voll abbekommen haben. Weiterlesen

Unwetter – Bürger wollen helfen, aber wo?

Noch laufen die Aufräumarbeiten nach dem Unwetter vom 09.06.2014. Weiterhin sind hunderte von Menschen insbesondere von Feuerwehr, THW und verschiedensten städtischen Einrichtungen aber auch viele Freiwillige in der Stadt unterwegs, um die Schäden zu beseitigen. Die Bereitschaft der Bürger, zu helfen, ist riesig.

2014_Sturm_Ehrenmal_Bahnhofstr_0612_009Doch die Koordination stellt sich als Problem heraus. Die Stadt ist nicht in der Lage die von privaten Bürgern angebotene freiwillige Hilfe sinnvoll zu koordinieren. Es gibt keine sichtbare Anlaufstelle. Mittlerweile gibt es die Facebook-Gruppe „Bochum packt an!“ über die sich die Bürger selbst koordinieren und versuchen heraus zu finden, wo Hilfe benötigt wird und dann tätig werden. Der Versuch einer Kontaktaufnahme zwischen der Facebookgruppe und der Feuerwehr wie dem THW blieb bisher ohne Rückmeldung. Weiterlesen