August-Bebel-Park 2.0

Der August-Bebel-Platz ist das Entree zur Wattenscheider Innenstadt. Er ist alles andere als einladend, eigentlich sogar außergewöhnlich hässlich. Daher will die Stadt ihn umgestalten. Das Land NRW hat dafür Fördermittel zugesagt. Jetzt hat die Fraktion „FDP & Die STADTGESTALTER“ im Rat der Stadt Bochum beantragt (Antrag 20181326), dass geprüft wird, ob der Platz nicht in einen Park umgewandelt werden könnte, wie es die STADTGESTALTER bereits 2015 vorgeschlagen haben (Neue Ideen für Wattenscheid 04.01.2015).

Der August-Bebel-Platz heute: überdimensioniert, öd, hässlich und laut

Der August-Bebel-Platz ist heute eine riesige überdimensionierte Kreuzung, 12.700 qm groß. Zum Vergleich der alte Markt hat nur eine Fläche von 3.000 qm. Seit die Hoch- und Bochumer Straße durch die Hansastraße als Hauptverkehrsachse ersetzt wurde, hat sich der Verkehr auf dem Platz deutlich reduziert. Nach wie vor ist der der Hauptknotenpunkt für den öffentlichen Nahverkehr in Wattenscheid.

Aufgrund der uneinheitlichen Randbebauung und der übermäßigen Größe, lässt sich der Platz als solcher kaum nutzen. Auf einer riesigen gepflasterten Fläche würden sich die Menschen verlieren.

Vom Platz zum Park

Daher hatten die STADTGESTALTER vor 3 Jahren vorgeschlagen den Platz zu einem Park umzugestalten (Plan des neuen Parks). Um den neuen Park zu einem attraktiven und belebten Ort am Eingang der Innenstadt zu machen, soll der Verkehr bis auf Straßenbahnen und Busse über die Voedestraße Richtung Hansastraße umgeleitet werden. Für die wegfallenden Parkplätze kann an der Nordseite des Platzes ein offenes Parkhaus errichtet werden.

Nach den Vorstellungen der STADTGESTALTER sollen in dem neuen Park viele verschiedene Aktivitäten für alle Altersgruppen möglich sein (Plan des neuen Parks). Es soll ein Spielareal geben, viele Sitzgelegenheiten, neben dem bestehenden Brunnen ein weiteres Wasserspiel und ein Spielfeld, das den Park besonders für Kinder und Jugendliche attraktiv macht. Vorbild könnte der Vasaparken in Stockholm sein (Vasaparken Wikipedia).

Dazu soll es rund um den Park viele weitere Möglichkeiten für Freisitze und Biergärten von verschiedensten Gastronomien geben, die sich hier zu den bestehenden ansiedeln können. Der Park soll nach den Plänen der STADTGESTALTER ein lebendiger Ort werden, an dem sich die Besucher der Innenstadt wie die Anwohner nicht nur am Tag sondern auch abends gerne treffen, verweilen und ihre Zeit verbringen.

Der Park, ein Baustein für eine Wiederbelebung der Wattenscheider Innenstadt

Der Park ermöglicht es einen Einkauf in der Innenstadt um ein paar Mußestunden im angrenzenden Park zu verlängern. Die Belebung des August-Bebel-Platzes ist ein Baustein für die Umgestaltungspläne, die die STADTGESTALTER für die Wattenscheider Innenstadt schon vorgelegt haben (Wattenscheid 2030).

Gleichzeitig bildet der neue Park einen freundlichen und attraktiven Eingangsbereich für die Innenstadt. Schreckt die aktuelle Gestaltung Besucher und Geschäftsleute eher ab etwas in der Wattenscheider City zu unternehmen, soll der neue Park die Menschen einladen und neugierig machen auf eine Wattenscheider Innenstadt, die in den nächsten Jahren ebenfalls kräftig umgestaltet werden muss, um den anhaltenden Abwärtstrend zu stoppen.

Mehr Grün macht zudem die Stadt lebenswerter. Die Bebauung rund um den Platz wird aufgewertet. Es lohnt sich für die Eigentümer die Gebäude zu sanieren und zu modernisieren, da sie sich aufgrund der attraktiven Lage am Park besser vermieten lassen.

Weitere Vorschläge zur Umgestaltung

Der Vorschlag der STADTGESTALTER ist nicht der einzige zur Umgestaltung des August-Bebel-Platzes. Die Stadt hat drei weitere Planungen zu möglichen Umgestaltungen in Auftrag gegeben. Diese wurden der Öffentlichkeit aus unbekannten Gründen jedoch leider derzeit noch nicht vorgestellt.

August-Bebel-Platz heute, Google Earth

Wichtig ist, dass eine Umgestaltung des Platzes zu einer grundsätzlichen Neubelebung des Platzes führt. Dazu wird es nicht ausreichen, dass die bestehende Kreuzung an einigen Stellen ein wenig aufgehübscht wird. Der Charakter der heutigen toten Verkehrsfläche muss sich wandeln zu eine Platz oder Park, auf dem das Leben pulsiert. Eine Stadt in der Menschen besonders gerne leben, zeichnet sich durch besonders lebens- und liebenswerte Orte aus, davon gibt es in Wattenscheid noch viel zu wenige. Verwandelt die Stadt den August-Bebel-Platz in den August-Bebel-Park, dann hat sie die Chance solchen einen Ort zu schaffen.

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