Zentrale Seilbahnachse für Wattenscheid

Der Bahnhof in Wattenscheid liegt abseits der Innenstadt. Bald fahren dort nur nach zwei Züge pro Stunde und Richtung ab. Der größte Teil der Züge bedient dann den Bahnhof Höntrop S, der noch ein gutes Stück weiter entfernt von der Innenstadt liegt. Entsprechend wenige Menschen nutzen in Wattenscheid Bus- und Bahn. Der Bahnhof Wattenscheid ist öd und leer, er verfällt. Damit die Wattenscheider zukünftig schneller und komfortabler die Regionalzüge des VRR erreichen können, schlagen die STADTGESTALTER die Einrichtung einer dicht getakteten Nahverkehrsverbindung zwischen August-Bebel-Platz, Bahnhof Wattenscheid, Höntrop Kirche und Höntrop Bahnhof S vor (Plan Nahverkehrsachse).

Der Wattenscheider Bahnhof ist ein Schandfleck

Der Bahnhof in Wattenscheid ist herunter gekommen und verwahrlost. Er lädt die Menschen nicht nach Wattenscheid ein, er schreckt sie ab. Die Kultkneipe Cahrivari ist längst ausgezogen, da das Gebäude hochgradig verschimmelt ist. Spuren von Vandalismus sieht man im Umfeld des Bahnhofs an jeder Ecke. Nur drei Busse bedienen den Bahnhof, einer kommt aller 20, einer aller 30 Minuten, der dritte sogar nur einmal die Stunde. Noch halten fünf Regionalbahnenlinien in der Stunde. Wenn der Rhein-Ruhr-Express (RRX) fährt, werden es nur noch zwei Züge die Stunde sein. Die Folge, bereits heute kommt es zwischen Bus- und Bahn zu unzumutbar langen Warte- und Umsteigezeiten, die niemand in dem unwirtlichen Bahnhofsgebäude verbringen möchte, schon gar nicht wenn es dunkel ist.

Seit Jahren ist der Bahnhof Wattenscheid offiziell kein Bahnhof mehr, die DB-Netz AG hat ihn zu einer Haltestelle degradiert. Er ist nicht barrierefrei, es gibt keinen Aufzug. Der Weg von den Gleisen bis zum Bushalt ist viel zu lang.

Zukünftig werden die meisten Regionalzüge vom Bahnhof Höntrop S abfahren. Zu der S-Bahn, die ab 2020 viermal die Stunde fahren wird, kommen zwei Regionalbahnen hinzu, die beide zweimal die Stunden in Höntrop halten werden.

Die zentralen Nahverkehrshalte in Wattenscheid sollen direkt und schnell miteinander verbunden werden

Wattenscheid muss also an beide Haltepunkte der Regionalbahnen, Bahnhof und Höntrop-S gut angeschlossen werden. Deshalb schlagen die STADTGESTALTER vor, dass zwischen August-Bebel-Platz, Bahnhof Wattenscheid, Höntrop Kirche und Höntrop Bahnhof S, eine dicht getaktete Nahverkehrsverbindung eingerichtet wird (Plan Nahverkehrsachse). Das könnte eine Seilbahn, eine Straßenbahn oder eine dicht getaktete Buslinie sein, die alle vier Halte in einem Takt von mindestens 5 Minuten verbindet. So lässt sich erreichen, dass es an den Halten nur zu geringen Warte- und Umsteigezeiten kommt und die Fahrgäste schnell von den Straßenbahnen am August-Bebel-Platz und Höntrop-Kirche zu den Regionalbahnen kommen. Auch werden auf diese Weise die Innenstadt und Höntrop mit einer schnellen Verbindung an das Schnellverkehrsnetz des VRR angebunden.

Wattenscheid Bahnhof PLUS nennen die STADTGESTALTER ihr Konzept, mit dem durch die schnelle, dicht getaktete Verbindung die vier zentralen Orte der Stadt eng zusammen rücken. Ziel des Konzeptes ist es, der Wechsel zwischen August-Bebel-Platz, Bahnhof Wattenscheid, Höntrop Kirche und Höntrop Bahnhof S soll kaum länger dauern, als in einem Hauptbahnhof der Weg von einem Bahnsteig zu einem anderen.

Auch wird es für Pendler möglich, ihr Auto am Bahnhof in WAT abzustellen und dann schnell zum Bahnhof Höntrop zu wechseln. Einer Überlastung der Pendlerparkplätze direkt am Bahnhof Höntrop könnte so entgegen gewirkt werden.

Seilbahn, Straßenbahn oder Busse?

Verbunden werden können die vier Orte mit einer Seilbahn. Dies würde einen Minutentakt ermöglichen. Die Seilbahn wäre schnell aufgebaut und würde unabhängig vom Straßenverkehr fahren. Straßenbahn und Buslösung wären teurer. Mit einer Straßenbahnlinie könnten dagegen die bestehenden Strecken vom August-Bebel-Platz und Höntrop Kirche direkt miteinander verbunden werden. Es entfielen zusätzliche Umstiege. Eine dicht getaktete Busverbindung ließe sich am schnellsten einrichten. Jedoch werden Busse von den Fahrgästen nicht gut angenommen, da sie als unkomfortabel, unzuverlässig und zu langsam empfunden werden. Bei Betrieb und Unterhaltung wäre voraussichtlich die Seilbahn die günstigste Lösung. In einem Verkehrsgutachten sollte untersucht werden, welches Verkehrsmittel für die neue Nahverkehrsachse am besten geeignet ist.

Die Stadt sollte das Bahhofgebäude kaufen

Die STADTGESTALTER schlagen weiterhin vor, dass die Stadt Bochum das Wattenscheider Bahnhofsgebäude kauft und für das Gebäude eine andere Nutzung sucht. Für die Nutzung als Bahnhofsgebäude ist es überdimensioniert. Es fehlt an Fahrgästen, damit sich dort bahnhofstypische Geschäfte betreiben lassen.

Der Mittelbahnsteig des Wattenscheider Bahnhofs sollte nach dem Vorschlag der STADTGESTALTER von der Ridderstraße mit einer Treppen- und Aufzuganlage, die zwischen den beiden Gleisen direkt zum Bahnsteig hoch führt, erschlossen werden. Die Busse können dann zukünftig direkt am Fuß des neuen Aufgangs halten, um die Umsteige- und Wartezeiten zu minimieren.

Der Tunnel, den viele Menschen meiden, weil er regemäßig verdreckt ist und viele sich dort nicht sicher fühlen, müsste so zukünftig nicht mehr benutzt werden, um zum Bahnsteig zu kommen. Das Bahnhofsgebäude könnte zukünftig einschließlich der ehemaligen Schalterhalle anderweitig genutzt werden.

Die Weichen müssen jetzt gestellt werden

Spätestens wenn der Rhein-Ruhr-Express seinen Regelbetrieb aufnimmt, sollte auch die neue Zentralachse des Wattenscheider Nahverkehrs seinen Betrieb aufgenommen haben. Es ist also erforderlich mit den notwendigen Planungen schnellst möglich zu beginnen.

Neben der zentralen Wattenscheider Nahverkehrsache schlagen die STADTGESTALTER zudem vor, alle vier Halte durch gut ausgebaute Radwege miteinander zu verbinden und an jedem Halt eine Fahrradverleihstation einzurichten. Auf diese Weise könnten Radfahrer die Strecken zwischen den Halten auch komfortabel mit dem Rad zurücklegen.

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